Die Republik Niger liegt als Binnenland in Zentralafrika und ist mit einer Fläche von 1.267.000 km² der sechstgrößte Staat auf dem afrikanischen Kontinent (etwa dreieinhalb mal so groß wie Deutschland). Niger grenzt im Norden an Algerien und Libyen, im Osten an den Tschad, im Süden an Nigeria und Benin und im Westen an Mali und Burkina Faso. Ein Großteil des Landes gehört der Sahara bzw. der Sahelzone an.
Im Zentrum von Niger liegt das Aïr-Gebirge (Azbine) mit Gipfel bis etwa 2.300 m . Das Gebirge ist vulkanischen Ursprungs, in den Tälern liegen Oasen (Timia, Iférouane). Im Nordwesten geht das Gebirge in das algerische Ahaggar-Gebirge über. Im Westen, Süden und Osten ist das Aïr-Gebirge von wüstenhaften Becken umgeben, die etwa 300 bis 400 m über dem Meeresspiegel liegen. Die Wüsten Ténéré und Kaouar im Osten dehnen sich bis zur Grenze zum Tschad aus und nehmen über 50% der Staatsfläche ein.
Im Norden von Niger an der Grenze zu Libyen befindet sich das Djado-Plateau, der äußerste Nordosten wird von den Ausläufern des tschadischen Tibesti-Gebirges eingenommen. Der Süden und der Südosten des Landes gehören zur Sahelzone, durch Überweidung und mehrere Dürren breitet sich von Norden her die Wüste immer mehr aus. Im Südosten hat das Land Anteil am Tschadsee, dessen Wasserstand aber extremen Schwankungen unterworfen ist. Durch Ableitung des Wassers zur Bewässerung der Felder ist der Tschadsee in den letzten 40 Jahren auf ein Zwanzigstel seiner Fläche geschrumpft (ehemalige Fläche: 25.000 km²).
Nur der südwestliche Landesteil von Niger kann landwirtschaftlich genutzt werden (das entspricht etwa drei Prozent der gesamten Staatsfläche). Der Fluss Niger durchfließt das Land auf einer Länge von ca. 600 km (und ist mit einer Gesamtlänge von ca. 4.180 km der drittgrößte Fluss des afrikanischen Kontinents). An seinem nördlichen Ufer liegt die Hauptstadt Niamey.