Die ehemalige Teilrepublik Jugoslawiens (unabhängig seit 1992) liegt in Südosteuropa im Nordwesten der Balkanhalbinsel und umfasst die zwei historischen Landschaften Bosnien (nach dem Fluss Bosna) im Norden und Herzegowina (Herzogsland) im Süden. Das Land grenzt im Osten und Süden an den Staatenbund Serbien und Montenegro, im Westen und Norden an Kroatien. Im Westen hat Bosnien-Herzegowina einen schmalen Zugang zum Mittelmeer (Küstenlinie 20 km). Die Staatsfläche umfasst 51.129 km².
Das Land ist überwiegend gebirgig, vor allem der Westen wird vom Dinarischen Gebirge eingenommen, das sich von Norden in Richtung Westen erstreckt. Im Zentrum Bosniens liegt das Bosnische Erzgebirge. Die höchste Erhebung des Landes ist der Maglic an der Grenze zum benachbarten Jugoslawien (2.386 m). Die Gebirge bestehen überwiegend aus Kalkgestein. Durch die hohe Wasserlöslichkeit dieses Gesteins sind weite Teil verkarstet; typisch dafür sind unterirdische Höhlensysteme, in denen das versickernde Wasser abfließt.
Tiefländer finden sich nur entlang der vorhandenen Flüsse, die fast alle in die Save münden. Dazu gehören z.B. Bosna, Drina, Una und Vrbas. Die Save bildet die Nordgrenze zu Kroatien und mündet bei Belgrad (Bundesrepublik Jugoslawien) in die Donau. Die Neretva mündet in das Adriatische Meer.
Die Hauptstadt Sarajevo, gegründet im 13. Jh., liegt zentral im Landesinneren.